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Industrie und Behörden bei der grünen Gentechnik gut vernetzt

Diese News wurde von freedom am 11. Mai 2008 eingestellt.
Die Originalnews ist zu finden unter: extremnews.com
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Die Verbindungen zwischen den staatlichen Stellen, die gentechnisch veränderte Pflanzen zulassen, und der Industrie sind enger, als bisher bekannt. Das ist das Ergebnis einer Studie von Christoph Then und Antje Lorch im Auftrag der grünen Bundestagsabgeordneten Ulrike Höfken, die dem Tagesspiegel am Sonntag vorliegt.
Then hat 2007 die Firma Scouting Biotech gegründet, nachdem er als Gentechnik-Experte bei Greenpeace aufhörte. Antje Lorch bereibt eine ähnliche Firma in den Niederlanden. Höfkens Bewertung ist eindeutig. Sie sagt: "Die enge Verflechtung zwischen Agroindustrie und Behörden macht die staatliche Risikobewertung unglaubwürdigt und erschüttert das Vertrauen in die Demokratie."Then und Lorch haben ein "Who ist Who" der Gentech-Lobby vorgelegt. Die Studie legt den Schluss nahe, dass der krasse Fall von Professor Jochen Schiemann von der Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft kein Einzelfall war. Schiemann hatte 2005 Forschungsmittel für die Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen beantragt, war aber gleichzeitig auf EU-Ebene und auf nationaler Ebene an der Bewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen in Zulassungsverfahren beteiligt. Die damalige Agrarministerin Renate Künast (Grüne) lehnte den Antrag mit dieser Begründung ab. Then und Lorch beschreiben zudem, wie es kommen konnte, dass das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im Frühjahr 2007 den Saatgutverkauf des Monsanto-Maises Mon810 gestoppt, und ihn im Dezember 2007 wieder zugelassen hat, obwohl der Überwachungsplan der Firma Monsanto sich zu diesem Zeitpunkt nicht von dem einige Monate vorher unterschied. Die Autoren schreiben, dass das BVL vorgeschlagen hatte, Daten etwa des Bienen-Monitorings der Imker oder des Tagfalter-Monitorings von Umweltschützern zu nutzen. Diese Vorschläge hatte Monsanto aufgenommen und bekam darauf die Wiederzulassung. Allerdings hatte Monsanto weder Imker noch Umweltschützer je gefragt, ob diese überhaupt bereit wären, ihre Daten an die Firma weiterzugeben.
Quelle: Der Tagesspiegel


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2 Kommentare zu dieser News gespeichert:

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    Die Industrie nimmt immer mehr Einfluss auf die Politik. In ein paar Jahren wirds bei uns ähnlich sein wie in den USA. Und mit der EU Verfassung wird schon ein großer Schritt in die Richtung gemacht .

    Geld regiert die Welt

    racoon am 11. Mai

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    Nicht das Geld, sondern der Glaube von uns allen an den Wert dieses bunt bedruckten Papieres regiert die Welt. Es ist der reine Glaube, unser Glaube (!) der das System, so wie es heute ist, am Leben erhält. Wir müssen endlich anfangen Geld als das zu sehen was es ist. Es hat absolut KEINEN Wert. Es sind mittlerweile sogar einfach nur belanglose virtuelle Zahlen auf irgendwelchen Konten, denen wir unser ganzes reales Leben widmen und uns dafür selbst zu Sklaven machen. Wenn das auch endlich bis zum letzten durchgedrungen ist, werden die, die sich heute durch ihren materiellen Reichtum definieren am Ende ganz arme, seelisch und moralisch verkrüppelte Würstchen sein.

    btw. racoon... es wird bei uns nicht so ähnlich wie in den USA sondern es ist bereits schon längst die Realität, die EU Verfassung dient lediglich der Unterdrückung der irgendwann aufständig werdenden verarmten Bevölkerung.
    Abgesehen davon ist Deutschland bzw. die BRD GmbH sowieso nur ein Vorposten der USA.

    Der Lobbyismus ist außerdem bereits überall verbreitet und wuchert wie ein Krebsgeschwür. ALLES was in der Politik bei uns entschieden wird ist im Interesse irgendeines Konzerns, einer Versicherung, einer Bank ect.

    sieh Dir diese Doku an nuoviso.de
    und du siehst wie selbst das Rentensystem durch Lobbyismus kaputt gemacht wurde bzw. immer noch wird.

    Dionyx (Gast) am 12. Mai

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