Sarkozy bewirbt Mittelmeer-Union
Nachdem die Nordatlantische Union (NAU) den Gegnern der NWO bereits Kopfschmerzen bereitet, wird in unseren Gefilden nicht weniger hart an den Grundstöcken einer Weltregierung gearbeitet. Die Geschwindigkeit, mit der auf eine einheitliche Weltregierung hingearbeitet wird, scheint sich erneut zu erhöhen. Auf der einen Seite können wir die Entstehung der NAU mitverfolgen, während uns in Europa die vom Volk abgelehnte und mit den Grundgesetzen vieler Mitgliedsstaaten nicht zu vereinbarende Verfassung (oder Vertrag? oder Reform?) aufs Auge gedrückt wurde (Hintergrundinfos dazu siehe hier). Auf der anderen Seite können wir nun erleben, dass diese europäische Superstaat-Baustelle für die Globalisten noch lange nicht ausreichend ist:
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hält an seinem Plan der Gründung einer Mittelmeerunion fest, einem losen Bündnis der an das Mittelmeer angrenzenden Staaten. Die Gründung ist bereits für das kommende Jahr geplant. Nun könnte man das Ganze durchaus als weniger gravierend bezeichnen, da es sich eben nur um ein loses Bündnis handelt - wenn man nicht bedenken würde dass genau diese Art loser Bündnisse nur ein Grundstock sind, auf dem dann weitere Vereinheitlichungen basieren, die allerdings schleichend eingeführt werden können.
Sarkozy am 23. Oktober während seines marokkanischen Besuches:
Ich lade alle Staatsoberhäupter und Regierungen der an das Mittelmeer angrenzenden Staaten zu einem Treffen im Juni 2008 in Frankreich ein, um die Grundlagen einer politischen, ökonomischen und kulturellen Union, basierend auf den Grundsätzen der absoluten Gleichberechtigung, zu beschließen.
Er fügte hinzu dass die Mittelmeerregion entscheidend darüber ist, ob es verheerende Kriege zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen geben wird oder nicht. Ob der Norden und Süden aneinander geraten werden oder nicht.
Bereits während seiner Präsidentschaftskandidatur in Frühjahr hatte Sarkozy die Idee dieser Union thematisiert. Die Union soll ein Bündnis zwischen Europa, Nordafrika ebenso wie Isreal und dessen arabische Nachbarstaaten werden. Wichtige Themengebiete sind ebenfalls bereits genannt worden - alles hübsche Themen für die Zukunft: Terrorismusbekämpfung, Einwanderung, Energie, Wasser sowie nachhaltige Entwicklungen. Da der Feind, der Terrorist, die Achse des Bösen zum Teil aus den Staaten besteht, die nun in das Bündnis gebeten werden, welches gemeinsam gegen eben diese Terroristen vorgehen soll, ist die Union fast schon als Witz anzusehen.
Mit der EU hat es noch nicht geklappt - daher will man nun der Türkei die Chance geben, sich statt dessen an diesem Bündnis zu beteiligen. Und da geht Sarkozy auch gerne mal in die vollen - er bat Ankara gleich an, "the backbone of the club" zu werden. Womit die Türkei sich das jetzt so kurzfristig verdient hat geht aus meiner Quelle nicht hervor. Schade.
Die europäische Kommission findet die Initiative zur Förderung regionaler Kooperationen an sich ganz toll, vermisst aber doch die Einbeziehung bereits bestehender Strukturen. So wird befürchtet daß der "Barcelona-Prozess" von 1995 damit hinfällig würde. Einige europäische Hauptstädte bemühten sich inzwischen auch um mehr Klarheiten in Bezug auf Sarkozys Ideen - sie befürchten dass Frankereich versuchen könnte eigene Ineteressen durch diese Union durchzusetzen (wie kommen die nur darauf?).
Es wären ganze sieben europäische Staaten beteiligt, der Rest (so auch wir) dürfte zuschauen. Kurz ein bißchen Erdkunde-Nachhilfe: Europäische Mittelmeerstaaten und somit beteiligt sind: Zypern, Griechenland, Frankreich,
Italien, Malta, Portugal und Spanien.
Während seiner Rede in Marokko schaffte er erneut keine Klarheit über seine Absichten. Einerseite sollen die Mittelmeerstaaten gleiche Ziele und Wege wie EU verfolgen (loses Bündnis, genau!), andererseits soll die Union nicht auf dem EU Modell basieren. Vielleicht ist ihm dieses Modell immer noch zu liberal?
Basierend auf einem Bericht auf prisonplanet.com
Eingetragen von blaze am 30. Januar 2008 um 13:49 Uhr
2 Kommentare zu diesem Thema gespeichert:
Neuen Kommentar schreiben
0
Votes
blaze
am 31. Oktober 2007
Die Reform der Europäischen Union hat im Mittelpunkt eines Treffens des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy mit dem italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi gestanden.
Sarkozy erklärte, eine «Mediterrane Union» sei ungeachtet der Lage in der Türkei notwendig. «Wir müssen im Mittelmeerraum das tun, was wir in Europa vor 60 Jahren getan haben», sagte er. Der neue französische Präsident hat sich gegen eine Aufnahme der Türkei in die EU ausgesprochen.
Bereits im Mai auf
20min.ch




